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Anm. des Herausgebers:
Auf der Rückseite der Tagesnotizen mit dem Text der ‘Rast’ aus der Winterreise fand sich bei erneuter Sichtung eine fast zur Unleserlichkeit verblichene Textskizze, deren Rekonstruktion wir hier wiedergeben.
Durchstreife einen Wald, weiss nicht woher, spüre ein Ziel, weiss keine Wege. – Unruhig, in Eile. Dann plötzlich eine grosse Lichtung, darauf ein stattliches Haus, Nebengebäude. – Menschenstimmen, aber niemand sichtbar. Nähere mich vorsichtig – will niemandem begegnen, der mich aufhielte. – Verborgen hinter dem Haus überfliegt der Blick eine Gesellschaft … inmitten plötzlich: sie – lange bekannt, noch nie gesehen. – Plötzliche Schwäche, Übelkeit – zurück in den Schatten des Hauses. – Nicht jetzt die Zeit für eine solche Begegnung. Das Unwiederbringliche ist nicht bedeutsamer als das Notwendige …
Plötzlich die Erinnerung: Das vergessene Lied und die Fertigkeit des Fliegens – sich schlank machen, die Arme an den Körper pressen, Fäuste ballen, sich empor denken … – Es wirkt – wie früher … das Haus zusehends kleiner, Menschen von oben wie Käfer, noch ein wenig mehr Höhe und dann sicher verborgen in den Wolken …
Ein Blick zurück – dort: Eine Gestalt gewinnt an Grösse – folgt – sicher und schnell. – Auf gleicher Höhe die ausgestreckten Hände der Blick Auge in Auge die Tränen das Lachen die Berührung
Aus der Höhe (wie von später herüber) Kinderstimmen …